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Im Vergleich: die Shop-Systeme Magento, Shopware und Oxid

Auf welches Shop-System sollte ein Onlinehändler setzen? Unser Vergleich der Shop-Systeme Magento, Shopware und Oxid hilft weiter.

Die Shop-Systeme Magento, Shopware und Oxid haben sowohl deckende als auch individuelle Funktionalitäten. Ein Vergleich.

Shop-Systeme sind die Grundlage von Onlineshops. Welches Shop-System sich dabei für einen Händler am besten eignet, ist von seinem Verkaufskonzept und den individuellen Anforderungen abhängig. So spielt speziell die Größe des abzubildenden Sortiments eine entscheidende Rolle: Ein kleiner bis mittlerer Shop hat etwa einen Sortimentsumfang von bis zu 90.000 Artikeln, bei einem Umfang von über Hunderttausend Positionen spricht man dagegen von einem großen Shop. Weitere Details zeigt ein Vergleich der Shop-Systeme Magento, Shopware und Oxid.

Aspekte, die ein Onlinehändler berücksichtigen sollte:

  • Wie hoch ist sein Budget?
  • Sind technisches Know-how und eigene Entwickler verfügbar?
  • Müssen externe Entwickler im Budget berücksichtigt werden?
  • Wird Support vom Anbieter benötigt, beziehungsweise angeboten?
  • Möchte der Händler sein Sortiment auch international verkaufen?
  • Werden Schnittstellen zu anderen Systemen benötigt und angeboten?

Hinweis: Wir haben die drei gängigsten Editionen gegenübergestellt. Diese findet ihr als Grafik am Ende des Artikels.

Für welches Shop-System sich der Händler letztendlich entscheidet, sollte er davon abhängig machen, wie viele seiner Anforderungen sich bereits im Shop-System wiederfinden. Das hält das Customizing, softwaretechnische Anpassungen, und somit Zusatzkosten gering.“

Philipp Kannenberg, Geschäftsleiter für Sales bei der gaxsys GmbH

Magento – umfangreiche Features für große Projekte

Magento glänzt weltweit mit einem Marktanteil von über 25 Prozent, ist reich an Funktionalitäten und dabei sogar noch leicht skalierbar. Das Shop-System ist eine Self-Hosting-Software, was den Vorteil hat, dass alle Daten im Besitz des Händlers bleiben. Der Nachteil: Der Händler benötigt einen leistungsstarken Server und Know-how. Bereits in der Community Edition (CE) bietet Magento Mehrsprachigkeit, unterstützt verschiedene Währungen, nahezu alle Zahlungsarten und enthält ein kostenloses Content-Management-System.

Eine Professional Edition sucht man vergebens; stattdessen konzentriert sich Magento gleich auf seine eigentliche Zielgruppe: mittelständische und große Shops mit Hang zur Internationalisierung.

Was die Mandantenfähigkeit und den Support in der Enterprise Edition betrifft, gilt uneingeschränkte Verfügbarkeit. Eines müssen potentielle Magento-Kunden allerdings berücksichtigen: Das umfangreiche und ausschließlich in englischer Sprache erhältliche Magento-Handbuch ist mit 1.068 Seiten zum Einlesen eine schwere Kost.

Shopware – modernes Design und die persönliche Note

Shopware verfügt über 15 Jahre Erfahrung im Onlinehandel, bietet ebenfalls hinreichende Funktionalitäten und punktet mit einem einfachen und intuitiven Backend sowie mit übersichtlichem Frontend. Mandantenfähigkeit bietet Shopware, wie auch Magento und Oxid, erst ab der Professional Edition. Allerdings sind Sub-Shops bereits in der Shopware Community Edition kostenlos integriert. Sub-Shops werden beispielsweise genutzt, um ein weiteres Sortiment anzubieten oder eine andere Zielgruppe anzusprechen.

Ab der Professional Edition (PE) zeichnet sich Shopware durch das integrierte Storytelling aus. Das weckt Emotionen und stärkt das Markenerlebnis. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ab der PE: Shopware verfügt über ein integriertes ERP-Warenwirtschaftssystem.

Hinweis: Im Gegensatz zu den anderen Mitbewerbern bietet Shopware noch die Edition Professional Plus an. Sie kostet 6.000 Euro, zeichnet sich speziell durch zusätzlichen Support aus und bietet spezifische Plugins wie beispielsweise rund um die Themenwelt der Gruppenverwaltung und Newsletter-Gestaltung. Im Vergleich gehen wir allerdings ausschließlich auf die Professional Edition ein.

Oxid – ein sicherer Allrounder für Schnellstarter

Oxid ist ein leistungsfähiges Shop-System und zeichnet sich durch seine Skalierbarkeit und seine umfangreichen Sicherheitsaspekte aus. Bereits in der Community Edition bietet Oxid das Modul Payone, worüber alle Zahlungsprozesse beispielsweise über Visa, Mastercard und PayPal automatisch abgewickelt werden. Daneben bietet Oxid für die Recherche von System-Informationen eigene Wiki-Seiten und Tutorials. Zudem findet der Nutzer im System integrierte Übersetzungsmöglichkeiten.

In der Professional Edition ist das Gütesiegel Trusted Shops, das für Vertrauenswürdigkeit des Shops steht, inklusive. Aber Achtung: Wird das System durch zusätzliche Module erweitert, könnte eine erneute Zertifizierung durch Anbieter notwendig sein.

Darüber hinaus verfügt Oxid in der Professional Edition über umfangreiche Funktionalitäten zur Produktpräsentation, zu Marketingaspekten und der Verkaufsförderung. Von den individuellen Gestaltungsmöglichkeiten im Frontend bis hin zum Storytelling darf der Händler seinen Shop nach eigenen Wünschen individualisieren.

Shop-Systeme im Vergleich: ein kurzes Fazit

Ein Shop-System zu favorisieren wäre nicht wirklich fair. Jedes System, jede Edition hat ihre Berechtigung. Die kostenlosen Varianten der drei Anbieter sind für die ersten Gehversuche hervorragend geeignet. Soll der Shop professionalisiert werden, darf mit allen Shop-Systemen in die gewünschte Edition innerhalb des Systems gewechselt werden. In Sachen Verschlüsselung via SSL kommen zusätzliche Kosten auf den Shop-Betreiber zu. Zum einen muss ein solches Zertifikat in der Regel kostenpflichtig gemietet werden, zum anderen sind Zertifikats-fähige Hosting-Pakete kostspieliger als herkömmliche. Im Schnitt kostet ein solches Zertifikat, in Abhängigkeit seines Qualitätsumfangs, 60 bis 700 Euro im Jahr.