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Weekly-News: Affiliate Marketing und der 6. Euro, Amazon & Whole Foods sowie Ceconomy mit Gewinn (online)

Amazon kauft Whole Foods und senkt mal eben die Preise - drastisch.

Amazon will in den USA mit Whole Foods den Bio-Markt aufmischen.

Amazon setzt bei seiner neuen Kette Whole Foods auf Attacke und senkt deren Produktpreise drastisch. Ebenfalls gut im Geschäft sind Onlinehändler, die auf das Affiliate Marketing setzen; jeder sechste Euro wird online auf Provisionsbasis generiert. Und bereits nach einem Jahr Spaltung macht die Metro-Group-Tochter Ceconomy mit ihren Ketten Media Markt, Saturn und Redcoon satten Umsatz – natürlich online.

Affiliate Marketing: jeder sechste Euro

Im vergangenen Jahr hat der Online-Handel in Deutschland laut Handelsverband HDE 44 Milliarden Euro umgesetzt – allein 7,6 Milliarden Euro gehen auf Transaktionen durch das Provisionsgeschäft Affiliate Marketing zurück. Das entspricht einem Wachstum von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr (6,98 Milliarden Euro).

Auch im Affiliate Marketing, bei dem Vermittler bei erfolgreichem Geschäftsabschluss eine Provision erhalten, verschieben sich die Umsätze hin zu mobiler Nutzung: Gegenüber dem Vorjahr (2015: 0,88 Milliarden Euro) sind die Umsätze, die auf mobile Transaktionen zurückzuführen sind, in 2016 um 38 Prozent auf 1,21 Milliarden Euro gestiegen. „Das ist analog zur Entwicklung in praktisch allen Bereichen des Online-Marketings zu beobachten: Stationär setze die Kategorie Reise mit Abstand das größte Volumen um, gefolgt von Telekommunikation und Mode. Wichtigste Kategorie im Mobilen sei hingegen Mode – Reise und Finanzen folgten auf den Plätzen zwei und drei, so Dino Leopold von Löwenthal, Vorsitzender der Fokusgruppe Affiliate Marketing im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW).

Quellen: WUV / Internetworld


Amazon und Whole Foods: Günstige Öko-Produkte vs. Supermarktketten

Der Onlineriese Amazon, neuer Eigentümer der Bio-Kette Whole Foods, bläst direkt nach der Übernahme zur Attacke und lässt die Preise der Produkte kräftig purzeln. Avocados kosten ab sofort 1,49 statt 2,99 US-Dollar und das Pfund Wildlachs aus Alaska geht nicht mehr für 14,99 US-Dollar über den Ladentisch; lediglich 9,99 US-Dollar verlangt der Markt für den Bio-Fisch. „Das ist nur der Anfang“, verkündet das Werbeschild in der Filiale in Brooklyn, New York. Ein Versprechen, das Kunden erfreut, ist zugleich eine Kampfansage, die Konkurrenten erschaudern lässt“, berichtet die dpa. Ihrer Meinung nach, ächzt der Markt bereits unter massiv verschärftem Wettbewerb. Zudem sind seit einiger Zeit auch die expandierenden deutschen Discounter Aldi und Lidl in den USA präsent. Sie stehen in Konkurrenz zu den üblichen Platzhirschen wie Walmart, Target, Kroger oder Costco. Und nun kommt ausgerechnet das finanzstarke Amazon.

Whole Foods verfügt insgesamt über 460 Filialen und hat, neben den USA, seine Zweigstellen in Kanada sowie in Großbritannien. Es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, dass auch im Öko-freundlichen Deutschland Whole-Foods-Läden öffnen.

Quellen: Heise / Internetworld


Ceconomy, alias Media Markt, Saturn und Redcoon, wächst dank Onlinegeschäft

Da sage noch jemand, Onlinehandel und stationäre Verkaufsflächen passen nicht zueinander. Der Elektrohändler Ceconomy hat mit seinen Tochterfirmen Media Markt, Saturn und Redcoon, im dritten Quartal eine Umsatzsteigerung von 1,1 Prozent erreicht. Das Besondere dabei: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Umsatz somit auf 4,7 Milliarden Euro, wovon elf Prozent aus dem Onlinehandel stammen. Das sind überschlagen 500 Millionen Euro. Der ehemalige Mutterkonzern Metro Group hatte sich erst im Sommer in zwei unabhängige Unternehmen gespalten. Der Lebensmittelteil heißt weiterhin Metro. Ceconomy umfasst im Kern die Elektronikketten Media Markt und Saturn sowie der Onlinehändler Redcoon.

Im Hinblick auf den lokalen Handel zeigt Ceconomy eindrucksvoll, dass der Zug noch nicht ganz abgefahren ist; dass selbst in kurzen Zeitabschnitten Erfolge zu verbuchen sind. Zumindest dann, wenn man auf unterschiedliche Absatzstrategien, offline wie auch online, setzt.

Quellen: Onvista / Handelsblatt

Bild: Amazon Whole Foods