LEKI Lenhart GmbH

Über Stock und Stein – Outdoor-Spezialist LEKI geht neue Wege bei Auftragsabwicklung

Was haben Felix Neureuther, Lindsey Vonn, und Michaela Kirchgasser gemeinsam? Natürlich zum einen, dass Sie sehr erfolgreiche Wintersportler und Skifahrer sind. Zum anderen, dass sie bei der Wahl ihrer Ski-Stöcke einem deutschen Traditionshersteller ihr Vertrauen schenken – der LEKI Lenhart GmbH, bekannt unter der Marke LEKI.

Beheimatet im baden-württembergischen Kirchheim unter Teck, in der Nähe von Stuttgart, zeichnete LEKI nach der Gründung 1948 eine wahre deutsche Erfolgsgeschichte. Mit den Wurzeln in der Holzverarbeitung begann Gründer Karl Lenhart früh mit neuen Materialien zu experimentieren und brachte 1960 bereits die ersten Glasfaser-Composite-Skistöcke in Serie auf den Markt. Dieses Know-how wurde über die Jahrzehnte stetig weiter vertieft, sodass LEKI heute eine der TOP-Marken im internationalen Ski- und Trekking-Geschäft darstellt. Nicht zuletzt die über 250 angemeldeten Patente im Outdoor- und Alpinsportbereich zeigen die Innovationskraft der württembergischen Tüftler. Das Unternehmen zählt heute über 250 Mitarbeiter, die weltweit agieren.

Umsatz oder Unmut – der E-Commerce stellt Markenhersteller vor eine schwere Entscheidung

Wie viele Markenhersteller steckte LEKI mit dem aufkommenden E-Commerce-Boom in eine prekäre Zwickmühle: Entweder in das Online-Geschäft einsteigen und die lokalen Fachhändler ausboten – die Partner, die die Marke über Jahrzehnte zu dem gemacht hatten, was sie bis dahin war – oder nichts tun, hoffen, dass „dieses Internet“ nur eine Modeerscheinung sein würde und auf die Umsätze und die zusätzliche Reichweite durch das weltweite digitale Schaufenster verzichten. Doch wie auch in der Herstellung ihrer Produkte, war ein schlechter Kompromiss für LEKI keine zufriedenstellende Lösung. So stieß man auf die gaxsys GmbH, die eine naheliegende Lösung für den Gewissenskonflikt bot: die Integration der Fachhändler in die Wertschöpfungskette des LEKI-Online-Geschäfts.

Das gax-System ermöglicht den digitalen Schulterschluss

Mit dem gax-System hat LEKI heute die Möglichkeit, Bestellungen, die im LEKI-Webshop eingehen, über eine ausgeklügelte Auftragsverwaltung an autorisierte Fachhändler weiterzugeben. Die Aufträge der Konsumenten werden an eine virtuelle Artikelbörse übergeben, auf die angeschlossene lokale Fachgeschäfte Zugriff haben. Hat ein Händler das bestellte Produkt auf Lager, nimmt er den Auftrag verbindlich an und versendet anschließend die Ware. Über einen Lokationsbezug wird die Auftragserfüllung zuerst Händlern in unmittelbarer Umgebung des Kunden angeboten. So sind die Versandwege kurz und der Kunde kann bei Fragen zu seinem Produkt direkt den Ansprechpartner vor Ort aufsuchen. Gleichzeitig wird die Order der teilnehmenden Händler deutlich erhöht.
Findet sich innerhalb eines definierten Zeitraums kein Händler in der Nähe der das Produkt liefern kann, wird der Börsenradius sukzessive erweitert. In letzter Instanz geht die Bestellung an das LEKI-Distributionszentrum – so bleibt garantiert kein Auftrag auf der Strecke.

Leki Outdoor Onlineshop

Jeder bekommt ein Stück vom Kuchen

Doch nicht nur der Konsument und die lokalen Händler profitieren vom Omni-Channel-Handel: LEKI nutzt durch diese Verzahnung die Ladenflächen der Geschäfte als dezentrale Lagerstandorte, muss also weniger Ware für den E-Commerce zentral vorhalten und dennoch erhöht sich die Sortimentstiefe der Herstellerprodukte, die online versendet werden können. Auch die Abwicklung der Retouren wird, sofern das Produkt von einem Ladengeschäft versendet wurde, von diesem Händler abgewickelt.

„Durch die Anbindung unseres neuen Onlineshops an das gax-System, haben wir eine skalierbare und nachhaltige Point-of-Sale-Integration geschaffen. Darüber hinaus setzen wir mit der Vernetzung von Onlineshop und stationären Vertriebspartnern auf einen zukunftsorientierten und partnerschaftlichen Online-Handel“, so Markus Milbrandt, Leiter Marketing der LEKI Lenhart GmbH.

Nachdem zuerst nur eigenständige Händler in das System aufgenommen wurden, sind mittlerweile auch erste Verbundgruppen, wie beispielsweise Intersport an Bord. Gestartet wurde in Deutschland, heute kommt das gax-System bereits in Österreich und Italien zum Einsatz.